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Formen von Sonnensegeln

Sonnensegel sollen Schatten spenden. Das liegt auf der Hand. Sie sollen aber auch einen angenehmen Aufenthaltsort schaffen, optisch überzeugen und Wind sowie, je nach Ausführung, auch Regen standhalten. Diese Anforderungen unter einen Hut zu bringen, ist anspruchsvoller als es auf den ersten Blick scheint. Denn je nach Form und Grösse verändern sich nicht nur die Beschattungswirkung, sondern auch die Windbelastung, die Luftzirkulation und das Erscheinungsbild eines Sonnensegels.

 Sonnensegel: Warum die Form entscheidend ist

Viele Formen – unterschiedliche Schattenwirkung

Wer sich möglichst viel Schatten wünscht, denkt oft an ein einziges grosses, durchgehendes Sonnensegel. Genau hier beginnt jedoch die planerische Herausforderung. Je grösser eine geschlossene Segelfläche wird, desto stärker wirken Windkräfte auf Stoff, Masten und Fundamente. Deshalb können grosse Sonnensegel nicht beliebig vergrössert werden. Häufig sind mehrere kleinere Segelflächen oder bewusst unterteilte Konstruktionen die bessere Lösung, weil sie die Windbelastung reduzieren und die auftretenden Kräfte günstiger verteilen.

Neben der Statik spielt auch der Komfort eine wichtige Rolle. Ein vollständig geschlossenes Sonnensegel hält zwar viel Sonne ab, kann aber gleichzeitig die natürliche Luftzirkulation einschränken. Unter dem Segel staut sich die warme Luft und der Aufenthalt wird an heissen Tagen weniger angenehm. Zwischenräume oder mehrere einzelne Segel sorgen dafür, dass die Luft besser zirkulieren kann und unter dem Sonnensegel ein angenehmeres Klima entsteht.

Grössere Segelflächen – grössere Windanfälligkeit

Ein gutes Beispiel dafür sind Sonnensegel in Form einer Blüte. Mehrere einzelne Segel bilden zusammen eine harmonische Gesamtform und schaffen gleichzeitig Zwischenräume für die Luftzirkulation. Dadurch werden auch die Windkräfte reduziert. Der Kompromiss besteht darin, dass nicht jede Fläche vollständig beschattet wird. Dafür entsteht häufig ein angenehmeres Raumgefühl und eine Lösung, die sowohl technisch als auch gestalterisch überzeugt.

Deshalb gilt bei Sonnensegeln nicht automatisch: Je grösser, desto besser. Eine durchdachte Planung berücksichtigt immer das Zusammenspiel von Beschattung, Windbelastung, Luftzirkulation und Gestaltung. Erst wenn diese Faktoren optimal aufeinander abgestimmt sind, entsteht ein Sonnensegel, das langfristig Freude bereitet.

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Erich Bühler

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